Manchmal ist weniger mehr
Manchmal ist weniger mehr.
Wir alle kennen dieses Sprichwort und trotzdem leben wir selten danach.
Wir rasen durch die Zeit, hetzen von Ziel zu Ziel, funktionieren. Reflektion? Dankbarkeit? Bleibt oft auf der Strecke. Und dann sind da diese kleinen Momente, völlig versunken im Chaos des Alltags. Momente, die durcheinander sind und gleichzeitig so unfassbar schön.
Gerade mit Kindern werden sie wieder sichtbar.
Kinder bremsen uns. Sie holen uns zurück auf den Boden der Tatsachen. Sie sind zufrieden mit Kleinigkeiten, während wir Erwachsenen immer mehr wollen. Schneller. Höher. Weiter. Und ausgerechnet wir erwarten dann von unseren Kindern Geduld, obwohl wir sie selbst kaum noch aufbringen.
Mehr Geduld mit unseren Kindern und uns
Vielleicht müssten wir genau dort anfangen:
Mehr Geduld mit unseren Kindern.
Mehr Geduld mit uns selbst.
Mehr Geduld mit unseren Wünschen, Zielen und unserer Karriere.
Denn wir wollen alles sofort. Jetzt. Gleich. Ohne Warten. Ohne Umwege.
Dabei dürfen wir vielleicht wieder lernen, innezuhalten. Uns zu reflektieren. Dankbar zu sein für das, was wir haben und für das, was wir schon erreicht haben.
Wenn alles gleichzeitig zu viel wird
Ich selbst muss mich oft bremsen.
Ich kann nicht alles gleichzeitig gut machen.
Nicht alles gleichzeitig schaffen.
Da sind meine Kinder und mein Mann.
Da ist mein Blog.
Da ist mein Job.
Und plötzlich wird alles zu viel.
Ich bin es doch längst
Ich bin Autorin. Und ich will so gern Erfolg haben.
Ich wünsche mir, dass Menschen meine Bücher lesen. Dass sie sie kaufen. Dass mein Traum, Autorin zu sein, Wirklichkeit wird. Und dabei vergesse ich manchmal etwas Entscheidendes:
Ich bin es doch längst.
Ich muss nichts mehr werden, um Autorin zu sein.
Ich darf es auf meine Weise machen.
Zwischen Anspruch und Druck
Und trotzdem sehe ich die Videos und Reels der anderen. Setze mich selbst unter Druck. Denke:
Du musst präsenter sein.
Du musst mehr posten.
Du musst auf Messen gehen.
Du musst, du musst, du musst.
Dieses ständige Du musst.
Einfach mal Stolz sein
Dabei könnten wir doch einfach mal stolz sein.
Stolz auf das, was bereits da ist:
Vier Bücher.
Eines mitten in der intensiven Korrekturphase.
So viel steht an.
Und doch sollten wir den Moment nicht vergessen.
Vielleicht ist weniger mehr
Vielleicht ist weniger tatsächlich mehr.
Und vielleicht reicht es manchmal einfach, genau hier zu sein.
2 Replies to “Manchmal ist weniger mehr”
Was für ein schöner Beitrag, so wahr! <3
Vielen Dank 🙂